Methoden

Patientenaufklärung gemäß § 630e BGB
über die Methoden und Risiken der psychotherapeutischen Behandlung

Von mir wird kognitive Verhaltenstherapie der sogenannten dritten Welle angeboten. Dazu gehören vor allem Methoden der kognitiven Umstrukturierung, der Schematherapie sowie EMDR. Daneben finde ich eine tiefenpsychologisch fundierte Betrachtung der Beziehungen und Übungen der Achtsamkeitspsychologie zur Verbesserung des Selbstmitgefühl hilfreich.

Die Schematherapie erweitert die Methoden der kognitiven Therapie um Elemente psychodynamischer Konzepte und der Gestalttherapie. Ein Schema ist ein weites psychologisches unbewusstes Thema, das aus Erinnerungen, Emotionen, Gedanken und Körperempfindungen besteht, das sich auf den Betreffenden selbst und seine Kontakte zu anderen Menschen bezieht. Es ist in frühen Lebensabschnitten entstanden und in der Gegenwart stark dysfunktional (problemverursachend).

EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing, wörtlich auf Deutsch: ‚Augenbewegungs-Desensibilisierung und Wiederaufarbeitung‘) ist eine relativ neue und inzwischen wissenschaftlich gut überprüfte Psychotherapiemethode zur Behandlung von posttraumatischen Störungen und Ängsten. Sie besteht aus der gezielten Aktivierung von Traumainhalten in einer seitenwechselnden optischen Stimulation (Augen hin und her bewegen unter Anleitung). Dies führt bei fachkundiger Anwendung zur Bewältigung auch starker Belastungen. www.emdria.de .

Grundsätzlich geht bei mir jede Behandlung von den gegenwärtigen Schwierigkeiten aus, mit dem Ziel, Sie dabei zu unterstützen, für Ihre Zukunft günstige Verände­rungen im Umgang mit sich selbst und Ihren Mitmenschen zu bewirken. Die „Aufarbeitung“ der Kindheit allein scheint mir in der Regel nicht ausreichend. Die Bewusstmachung von Kindheitsbeziehungen und den sich daraus ergebenen Überzeugungen und Wahrnehmungsübertragungen in die Gegenwart kann aber helfen, sich selbst im Lebenszusammenhang besser zu verstehen. Einsicht und Verstehen wirken emotional entlastend.

Das Auffinden von täglichen Ereignissen, die negative Überzeugungen über sich selbst auslösen (Triggersituationen), ist Teil der Behandlung. Die Wahrnehmung von Empfindungen und Gefühlen, die sprachliche Benennung und der Ausdruck, das präzise Unterscheiden von Gedanken und Gefühlen sowie die stimmige Zuordnung von Gefühlen zu den Erinnerungen sind dabei wichtige seelische Grundfunktionen, die häufig entwickelt werden müssen. Ebenso gehört die anfängliche emotionale Stabilisierung durch die Aktivierung und Verstärkung von positiven Gefühlsressourcen, soweit nötig, zum Standardvorgehen in meiner Behandlung.

Wirkungen und Nebenwirkungen von Psychotherapie

Die Aktivierung und das Aushaltenkönnen von belastenden Gefühlen sind für einen guten Therapieverlauf unerlässlich. Sie bedeuten seelisches Wachstum. Die von mir gewählten Behandlungsformen sind mit einem Wiedererinnern von Schmerz, Enttäuschung oder emotionaler Entbehrung verbunden. Dies wird zu kurzfristigen emotionalen Belastungen im seelischen und körperlichen Bereich führen, unter Umständen auch über die Sitzung hinaus, in seltenen Fällen auch längerfristig. Heilung entsteht durch die Neustrukturierung der Wahrnehmung von Erinnerungen und durch eine möglichst objektivierte Auffassung der erlebten Gegenwart. Die Neustrukturierung bringt die innere Ruhe zurück.
Es können je nach Art der psychischen Schädigung Depressionen und Suizidgedanken wieder aufleben. In diesen Fällen ist es wichtig, dass Sie mich sofort davon unterrichten. Die Therapie wird dann speziell unterstützend darauf eingehen. Der Erwerb von Stabilisierungstechniken kann ausführlicher Teil der Behandlung werden.

Psychotherapierahmen

Die Therapie geschieht in Einzelsitzungen und erfordert einen Behandlungsauftrag mit der Angabe von Zielen. Eine Einzelsitzung dauert 50 Minuten und findet in meinem Behandlungszimmer statt. Im Rahmen von Angstbehandlungen kann die Sitzung ausnahmsweise auch ausserhalb geschehen. Die Beziehung von Patient/in und Therapeut ist professionell und schliesst private Kontakte aus.

Bitte informieren Sie sich vor Antritt der Psychotherapie ausreichend und stellen Sie gern weitere Fragen zu den Regeln und Risiken der Psychotherapie. Willigen Sie erst nach ausreichender Bedenkzeit in die geplante psychotherapeutische Behandlung ein. Sie haben ausreichend Zeit, sich zu entscheiden.