Schweigepflicht

Die Schweigepflicht (im Strafgesetzbuch (StGB) „Verletzung von Privatgeheimnissen“) ist die rechtliche Verpflichtung bestimmter Berufsgruppen, ihnen anvertraute Geheimnisse nicht unbefugt an Dritte weiterzugeben.

Zur Verschwiegenheit verpflichtet sind gem. § 203 StGB insbesondere Berufspsychologen mit staatlich anerkannter wissenschaftlicher Abschlussprüfung.

In Strafprozessen besteht nach § 53 StPO ein Zeugnisverweigerungsrecht für Diplom-Psychologen, wenn die betreffenden Informationen in Ausübung einer therapeutischen Tätigkeit  anvertraut worden sind.

Die Berufsbezeichnungen „Psychotherapeut/in“ und „Psychologische/r Psychotherapeut/in“ sind gesetzlich geschützt (§ 1 Abs. 1 Satz 3 PsychThG i.V.m. § 132a StGB). Wer diese Berufsbezeichnungen benutzt, muss die staatliche Erlaubnis (Approbation) besitzen.